Willkommen auf GEMüSEMARKT.DE

gemüsemarkt.de bietet Ihnen weiterführende Links auf Webseiten zum Thema Großmarkt

Startseite > Großmarkt

Der '''Großmarkt''' () ist ein Markt, auf dem viele gewerbliche Anbieter Handelswaren an gewerbliche Händler, gewerbliche Verbraucher oder Großabnehmer veräußern.

Allgemeines

Auf dem Großmarkt findet Großhandel in Marktform statt. Im Gegensatz zu allen anderen Veranstaltungsformen (Wochenmarkt, Jahrmarkt) darf ein Großmarkt als stationäre Dauereinrichtung betrieben werden. Um Witterungseinflüsse vom Marktgeschehen weitgehend fernzuhalten, finden Großmärkte seit dem 18. Jahrhundert in Markthallen statt, den eigens für Großmärkte vorgesehenen großflächigen Großmarkthallen. Deren Bauausführung (Bauform) kann in Form einer Halle oder als Pavillon gestaltet sein.

Geschichte

Großmärkte entwickelten sich aus den mittelalterlichen Kleinmärkten. Mit dem Wachstum der Städte ergab sich die Notwendigkeit, Großmärkte einzurichten, um größere Bevölkerungskreise mit Lebensmitteln versorgen zu können. Die Entstehung des ersten Großmarkts ist schwer nachzuvollziehen, weil die Marktfläche als Einteilungskriterium ein Ausmaß erreichen muss, das über normale Wochenmärkte deutlich hinausging. Am ehesten brachten es die Zentralmärkte in Großstädten auf eine Größenordnung, die den Status von Großmärkten erreichten.

Der wohl älteste Großmarkt dieser Art entstand in Frankreich im 5. Jahrhundert auf der Île de la Cité und hieß ''Marché-Palu(d)'', nachdem sich Paris zu einem reichen und geschäftigen Handelszentrum entwickelt hatte. Ludwig VI. ließ in seinem Todesjahr 1137 in Paris mit ?Les champeaux? einen neuen Markt errichten, der auf dem Gebiet des heutigen Quartier des Halles lag. Philippe II. Auguste ließ dort 1183 die ersten zwei überdachten Markthallen erbauen. Danach entstand durch Nicolas Le Camus de Mézières zwischen 1763 und 1769 die ?Halle aux Blés? (), die an der Stelle der heutige Pariser Börse als Rundbau von 122 Metern Umfang und 25 Arkaden einen offenen Innenhof umschloss.

<gallery>
Nebot covent garden market clean.jpg|London ? Covent Garden Market (1737)
Halles de Paris, 1863.jpg|Paris ? Les Halles (Entwurf von Victor Baltard, 1863)
Vedere a Halelor din Paris de pe Biserica Saint Eustache.jpg|Paris ? Les Halles von Saint Eustache aus (1870)
Les Halles-Léon Augustin Lhermitte.jpg|Paris ? Les Halles (Gemälde von Léon Augustin Lhermitte, 1895)
</gallery>
Charles Fowler erbaute ab September 1828 mit Baukosten von £ 61.000 die Markthalle () erhielten. Die in zwei Reihen stehenden und unterkellerten Pavillons enthielten Kühlräume, Gaslicht und ein ausgeklügeltes Wasserleitungs- und Abwassersystem. Im September 1858 waren 6 der 10 Pavillons fertig, weitere zwei folgten bis 1860, erst 1874 komplettierten die letzten beiden Pavillons die Pariser Markthallen. Die Eröffnung fand bis September 1870 statt, die Baukosten beliefen sich auf 44 Millionen Francs. Émile Zola nannte den Pariser Großmarkt in seinem gleichnamigen Roman 1873 ?Der Bauch von Paris?. Die inzwischen ?Les halles? genannten Markthallen erhielten im 1936 eine Erweiterung um zwei weitere Hallen. Im März 1969 zog der Großmarkt nach Rungis im Pariser Süden um, wo eine Fläche von 232 Hektar zur Verfügung steht.

Bei Inkrafttreten der , so dass auch Großmärkte Eingang in das Gesetz fanden.

Rechtsfragen

Nach der Legaldefinition des Abs. 3 GewO).

Die alte Gewerbeordnung schränkte die Handelsobjekte auf Rohprodukte, Produkte in unmittelbarer Verbindung zur Urproduktion, frische Lebensmittel und Blumen ein. Außerdem durften leicht verderbliche Produkte mit Konservierung angeboten werden. Diese gesetzliche Handelsbeschränkung hatte zur Folge, dass insbesondere Röstkaffee, Tee und Kakaopulver seit März 1956 nicht mehr auf Großmärkten verkauft werden durften. Die gewerberechtliche Beschränkung auf bestimmte Handelswaren entfiel im Januar 1978.

Die EG-Verordnung 853/20 vom 25. Juni 2004 definiert Großmärkte als ?Lebensmittelunternehmen, das mehrere gesonderte Einheiten mit gemeinsamen Einrichtungen und Abteilungen umfasst, in denen Lebensmittel an Lebensmittelunternehmer verkauft werden?. Tierische Schlachtkörper müssen danach den Großmärkten in drei großmarktüblichen Teilen geliefert werden.

Kommunale Marktsatzungen oder Marktverordnungen regeln die Marktordnung auf Großmärkten und schreiben die Marktzeit, Handelsobjekte, Verkaufseinrichtungen und Marktteilnehmer vor. Dazu werden Marktausweise an die Berechtigten vergeben. Die Einhaltung der Marktordnung übernimmt oft ein Marktamt.

Funktion

Die Vermarktungsart des städtischen Großmarkts übernimmt traditionell die Funktion der Warenversorgung der Einzelhandelsstufe und der Großverbraucher. Im Gegensatz zu den reinen Erzeugermärkten liegen die Standorte der Großmärkte vornehmlich im Versorgungsgebiet. Sie dienen der regionalen oder sogar überregionalen Versorgung großer Ballungsgebiete. Großhandel und Großmärkte zählen zu den wichtigsten Wirtschaftsverkehrerzeugern.

Bekannte Großmärkte

Der (62.000 m²).

Weblinks

Einzelnachweise